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Streuobst-Club produziert etwa 1500 Liter Apfelsaft

Drei Tonnen Obst ergeben etwa 1500 Liter Apfelsaft. Eine stolze Menge, die überwiegend Fünftklässler der Gemeinschaftsschule am Adenauerplatz sowie Kinder der St.-Anna-Schule am Donnerstag im Rahmen des Projekts Streuobst-Club am Adenauerplatz gepresst haben.
Unter der Leitung von Lehrer Christoph Carus gingen die Kinder zuvor an zwei Tagen auf zwei verschiedenen Wiesen (Burrishof und Mößlewiese) in der Nähe von Herlazhofen, um dort Äpfel einzusammeln und in Säcke zu verpacken, Am Mittwoch ging es ans Mosten.

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Da wurde gewaschen, geschleppt und geschreddert. Eine Aufgabe, die den Schülern sichtlich Spaß bereitete und bei der Hand in Hand gearbeitet wurde, um aus einer mobilen Saftpresse der Firma Markus Fischer das goldene und sehr schmackhafte Getränk zu produzieren. „Wir haben schon über 500 Liter“ berichtete Schüler Lukas Hösch aufgeregt, bereits kurz nach zehn Uhr.

Nebenbei geht’s ans Schleppen

Nebenbei ging es ans Schleppen, denn die Fünf-Liter-Kartons mussten ins Innere des Schulgebäudes gebracht werden. Wer möchte, kann dort zu den Öffnungszeiten des Sekretariats den Saft erwerben. Ein Karton kostet 7,50 Euro. „Der Apfelsaft ist im geschlossenen Karton ein Jahr haltbar und im angebrochenen zwei Monate“, erklärte Schulleiter Jan Gesierich-Kowalski.

Er fügte hinzu: „Wir sind froh, dass das Projekt in unserem Jahreskreis einen festen Platz gefunden hat und dass uns die Landwirte ihre Wiesen zur Verfügung stellen. Eine Wiese davon hat der Streuobst-Club eigens für diese Aktion gepachtet. Somit können wir die Thematik in allen Klassenstufen integrieren und das in den Fächern Heimat- und Sachkunde, Biologie, Geographie, Wirtschaftslehre bis hin zur Mathematik.“ Ziel des Projekts Streuobst-Club sei ein handlungsorientiertes Unterrichten an außerschulischen Lehrorten, um durch Erlebnisse, Erfahrungen und Emotionen zu einer positiven Einstellung gegenüber der Umwelt und der Natur zu gelangen, erklärte Carus, der sich gleichzeitig bei Jugendbegleiter Hellmuth Hirt für dessen Engagement und Unterstützung im Rahmen des Streuobst-Clubs bedankte. „Ohne Herrn Hirt wären wir aufgeschmissen“, so der Lehrer.

Entstanden ist die Aktion durch das Schulprojekt Streuobst-Club, das mit Gründung der Gemeinschaftsschule ins Leben gerufen wurde und von der Organisation Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unterstützt wird. Dabei wird versucht, Obstsorten, die vom Aussterben bedroht sind, zu erhalten. Fünf Liter Apfelsaft im Karton sind zu den Öffnungszeiten des Schulsekretariats für 7,50Euro erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Streuobst-Club zugute.

Artikel aus der SZ vom 30.09.2016

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